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Heimstärke nicht mehr da
Rechterfeld (cb) - Exakt 200 Minuten standen sie auf dem Spielfeld, sie mühten sich nach Kräften, aber am Ende standen sie mit leeren Händen da: Die Volleyballerinnen von Arminia Rechterfeld haben an ihrem zweiten Heimspieltag in der Oberliga zwei Niederlagen kassiert. Der Aufsteiger zog sowohl gegen den TV Eiche Horn Bremen II als auch gegen den SC Spelle-Venhaus mit 1:3 den Kürzeren. Rechterfeld bleibt zwar Tabellenfünfter, muss sich mit 8:10 Punkten nach der Hinrunde aber wieder verstärkt Sorgen um den Klassenerhalt machen. "Die Enttäuschung war schon groß", erklärte Rechterfelds Co-Trainerin Manuela Frilling. Vor allem das 19:25, 20:25, 25:22 und 22:25 gegen Eiche Horn II (jetzt 6:10 Punkte) war bitter. Rechterfeld wollte sich auch in der Oberliga auf seine Heimstärke verlassen, doch bislang konnte die Arminia nur eins von vier Heimspielen gewinnen. Und dass Rechterfeld mal zwei Heimspiele an einem Tag verlor, gab´s zuletzt im November 2005. Rechterfeld war trotz der Personalsorgen guter Dinge, konnte diese Überzeugung aber nicht auf dem Feld zeigen. Es gab viele Aufschlagfehler sowie Angaben ohne Druck. Im Spiel gegen Eiche Horn bildete nur der dritte Satz eine erfreuliche Ausnahme. Nach einem Zwischenspurt vom 3:5 zum 9:5 blieb die Arminia vorne und brachte diesen Vorsprung dank guter Leistungen in den Bereichen Annahme, Abwehr, Zuspiel und Angriff ins Ziel. Der vierte Satz verlief bis zum 20:20 ausgeglichen, es gab viele lange Ballwechsel, Rechterfeld schaffte es aber trotz der starken Angriffsleistung von Maren Werneke nicht in den Tiebreak. Gegen Spelle startete Rechterfeld gut. Großen Anteil am 25:21 im ersten Satz hatten die Aufschläge von Julia Schewe. Es lief rund bei den Gastgeberinnen, die im zweiten Satz sogar mit 17:6 führten. Doch dann kam der Einbruch, eine 0:14-Serie zum 17:20 brachte Rechterfeld auf die Verliererstraße. "Es war wie verhext. Mit jedem Ball wurde Spelle stärker und unsere Überzeugung kleiner", so Manuela Frilling. Das Unheil nahm seinen Lauf: 23:25, 13:25, 17:25. Es war ein Spiel auf hohem Niveau, das Rechterfeld aus unerklärlichen Gründen aus der Hand gab.
aus "Oldenburgische Volkszeitung" vom 13.12.2010
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